Café 42 {Visited}

„Hallo, was darf’s denn sein für Dich?“

„Grüß Dich, ich müsste bitte mal einen Blick in die Karte werfen, ich bin mir noch nicht ganz sicher.“

„Ah, ja.. Karte. Die gibt es hier gar nicht. Worauf hast Du denn Lust?“

„Hm.. Tee?!“

„Klar, gerne. Dann bringe ich dir mal meine Schatzkiste mit allen Teesorten, die ich hier habe! Kommt sofort!“

So oder ähnlich könnte es ablaufen, wenn Ihr zum ersten Mal im Café 42 landet. Holger mag Menschen und das merkt man sofort.
Nicht umsonst nennt er sein neues Projekt ein „Kontaktcafé“ und das merkt man schon vor dem ersten Bestellen.
Es gibt keine Karten auf den Tischen, es gibt keine Karte an der einladenden Theke und es gibt auch keine Tafel darüber, die einem erklärt, was man hier alles leckeres zu sich nehmen kann.

Aber von vorne. Heute möchte ich Euch ein recht neues, tolles Café ans Herz legen. Das Café 42.
Seit Dezember findet Ihr es in der Asternstraße 42 (Ecke Hahnenstraße).

Ich habe Holger, dem das Café 42 gehört, vor einigen Wochen einen Besuch abgestattet, um etwas mehr über ihn und seine Idee hinter dem hübschen Café zu erfahren.
Holger redet gern und viel und weiß zu begeistern und so hat er mir gerne ein paar „Insider-Infos“ verraten, also hole ich jetzt hier, für Euch, auch mal ein bisschen weiter aus.
Bei Holger stand zuerst das Konzept zu seinem Café 42, erst danach überlegte er, wo sich dies realisieren ließe. Im Rennen waren zum Beispiel auch noch Leipzig und Berlin, aber dann hat sich doch Hannover durchgesetzt (juchu, das ging runter wie Butter 😉 ). Als die Entscheidung getroffen und auch eine passende Örtlichkeit gefunden war, ging es los. Zehn Wochen lang renovierte Holger die Räumlichkeiten des Cafes im Erdgeschoss eines Eckaltbaus, in Eigenregie, was ihm meiner Meinung nach vorzüglich gelungen ist. Es ist nicht mehr auseinanderzuhalten, was wohl ursprünglich und „nur“ aufgearbeitet ist und was Holger ergänzt hat. Entstanden sind Räumlichkeiten, die für sein Konzept nahezu perfekt scheinen. Es ist gemütlich, man fühlt sich wohl und kann wunderbar zur Ruhe kommen, etwas was Holger sich für seine Kunden gewünscht hat.
Holger möchte mit seinem Café 42 „unterschiedlich sein“ und die Liebe zum Detail und ein durchdachtes Konzept fallen auf, es gibt keinerlei Bilder an den Wänden, dafür fallen die (von Holger selbstgemachten!) Lampenschirme aus alten Tee- und Kaffeekannen sofort ins Auge. Einer der Tische ist ein alter Singer-Nähmaschinen-Tisch und auf dem Weg zur Toilette und über dem Durchgang zum Thekenbereich ist noch etwas vom Mauerwerk bewusst freigelegt.
Es gibt, wie eingangs erwähnt, keine Karte, sondern eben das, was es gerade an Bio- und Fairtrade Produkten zu erstehen gab. Das Backen übernimmt Holger komplett selbst und seine Liebe zum Kochen und Backen ist auch absolut spürbar. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, ob süß oder herzhaft. Sein und mein Geheimtipp: probiert mal den gedeckten Apfelkuchen.
Abgerundet wird das Angebot des Café 42 durch ein nettes Bier- und Weinangebot (man beachte die Öffnungszeiten bis 20 Uhr!), das man ab dem Sommer auch draußen genießen können wird. Hierzu verriet mir Holger schon, dass es durchaus denkbar ist, dass sich die Öffnungszeiten dann noch weiter nach hinten verschieben und wir lange, laue Sommernächte bei und mit ihm verbringen können.
Auch ein Frühstücksangebot ist geplant, worauf ich mich persönlich schon sehr freue und gespannt bin.

Holger liebt, was er mit dem Café 42 angefangen hat und das merkt man mit jedem Satz. Aber er weiß auch, viel Lob an andere zu verteilen, er schwärmt von der Nordstadt und all dem Interesse und der Hilfe, die ihm seit Beginn seines Projekts hier entgegen kamen. Auch er weiß von der besonderen Mentalität von uns Hannoveranern und dem langsamen, aber stetigen Wandel der Stadt zu einer Art „Geheimtipp“.
Bitte, bitte mehr davon hier in Hannover!

C. ♥